3 zentrale Fragen

Wir haben kein Geld!?

Wie bezahlen wir dann die Westumgehung? Da ist also zum einen die Finanzierung. Sie kann nur gelingen, wenn die Gebiete Sterzwinkel und westlich Lörscher Weg großflächig erschlossen werden, mitsamt einem umstrittenen Vollsortimenter-Markt. Selbst dann finanzieren die Einnahmen der Gemeinde durch Umlage von Grundstücken im günstigsten Falle lediglich die Investitionskosten der Kommune und tragen keinesfalls zur gewünschten Sanierung des Haushaltes bei. Darüber hinaus scheinen uns nach wie vor die derzeitig veranschlagten Kosten immer noch weit unter dem für ein solches Projekt – mit mehreren Kreiseln, Dämmen, Unterquerungen und Überquerungen – üblichen und  tatsächlich zu erwartenden Kosten zu liegen (ein Lärmschutzwall, der erhebliche zusätzliche Kosten verursacht wird in den bisherigen Planungen überhaupt nicht erwähnt).

 

Weniger Verkehr für Großsachsen?

 

Punktuell vielleicht, in der Fläche keinesfalls! Da ist zum Zweiten der von der Verwaltung behauptete verkehrstechnische Nutzen einer Halbierung des Durchgangsverkehrs durch Großsachsen. Beim derzeitigen Stand der Planung profitieren von der geplanten Trasse vor allem der Auto- und Fernverkehr aus den südlichen Weinheimer Wohn- und Gewerbegebieten, der auf die Autobahn möchte. Wäre es das Ziel diesen Verkehr von Großsachsen fern zu halten, ist der Autobahnanschluss Weinheim/Süd über die Kreisverbindungsstraße nach Muckensturm die nachweisbar wirkungsvollere Lösung. Durch die geplante Streckenführung ist ohnehin weder eine Entlastung vom Verkehr der B3 in Süd-Nord Richtung noch vom Odenwaldverkehr, also in der Breitgasse, zu erwarten.

 

Was verändert sich sonst noch in Großsachsen durch den Bau der Westumgehung?

 

Durch die geplante schnelle Trasse westlich am Ortskern vorbei, wird sich nur ein geringer Teil der Lärmbelästigung für die Bergstraßen-Anwohner vermeiden lassen. Dagegen wird die Gesamtbelastung im Ort, in der Mitte wie am Hang, durch die teilweise über einen bis zu drei Meter hohen Damm verlaufende Trasse, deutlich zunehmen. Die angestrebte Verknüpfung des Baus der Westumgehung mit der baulichen Erschließung weiterer Wohngebiete im Bereich Lörscher Weg und im Sterzwinkel im großen Stil, schafft nachhaltige strukturelle Veränderungen in der Ortsmitte, der zwangsläufig eine weitere Ausblutung droht. Die Westumgehung zerschneidet nicht nur optisch den Zugang Großsachsens zu wichtigen Naherholungsräumen, wie Villa Rustica, Landgraben und den Aussiedlerhöfen, sie stellt auch eine bleibende Zäsur im Großsachsener Ortsbild dar.

 

weiterführende links zum Thema "Umweltschutz und Flächenverbrauch"